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Kmu Kredite Schweiz

Die Schweizer KMU machen sich Sorgen um das Geld: Jeder zehnte KMU-Leiter erwähnt die Kapitalbeschaffung in einer Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (vgl. Der günstige Geschäftskredit in der Schweiz – Für KMU & Selbständige! Auf diese Weise helfen sie den KMU, die notwendigen Kredite zu erhalten. Titel der Zeitschrift oder Publikation, Der Schweizer Treuhänder. Die neuen Fintech-orientierten Angebote erreichen KMU und Investoren. Benötigen Sie Beratung bei der Suche nach einem Kredit für Ihr KMU?

Finanzsituation der schweizerischen KMUs

In der Schweiz ist die Finanzsituation der KMU in der Schweiz unverändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Repräsentativbefragung unter 1’922 Firmen, die das IFZ der Fachhochschule Luzern im Namen des SECO im Jahr 2016 durchgeführt hat. Die Kreditmärkte für kleine und mittelständische Betriebe (KMU) funktionieren. Das Einführen negativer Zinssätze und die Abschaffung des Mindesteurokurses durch die SNB im Jänner 2015 führten nur zu einer Verschärfung der Finanzsituation einer Minorität von schweizerischen KMU.

In den letzten acht Jahren hat sich die Finanzsituation der schweizerischen KMU kaum geändert. Knapp zwei Dritteln der Betriebe finanziert sich weiterhin ausschließlich durch Eigenmittel. Auch 38% der KMU setzen externes Kapital ein. Unter den Kleinstunternehmen ist der Prozentsatz der bankenfinanzierten Betriebe signifikant niedriger als unter den KMU mit mehr als 10 Mitarbeiter.

Darüber hinaus nimmt der Prozentsatz der KMU mit Bankenfinanzierung mit dem Alter zu. Von den KMU verwenden 32 Prozentpunkte eine Bankenfinanzierung. Im vergangenen Jahr wurden von den gestellten Darlehensanträgen nur sechs Prozentpunkte abgewiesen. Ende 2016 hatte der Schweizer KMU-Firmenkreditmarkt von Schweizer Kreditinstituten ein Marktvolumen von 295 Mrd. CHF. Zweidrittel dieses Umsatzes entfallen auf Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Die schweizerischen KMU sind mit ihren Bankenbeziehungen anscheinend grundlegend befriedigt. Lediglich zwei Prozentpunkte der Firmen wechselten im vergangenen Jahr ihre Bank. Sie erhalten nur wenige Angebote und sind bei der Darlehensfinanzierung natürlich sehr auf die gut erprobte Beziehung zu ihrer hauseigenen Bank angewiesen. Wenn man die Anforderungen an die KMU in einem breiteren Zusammenhang sieht, wird deutlich, dass der „Zugang zu externer Finanzierung“ für viele Unternehmungen nicht von zentraler Relevanz ist.

Mit einer Durchschnittsnote von 2,85 (von max. 10 Punkten) ist der Einstieg in die Finanzwirtschaft die geringste Belastung aus Unternehmenssicht. Der Zugriff auf Drittmittel stellt für nur sieben Prozentpunkte der Befragten (8-10) eine große Schwierigkeit dar. Der Mittelwert für Kleinstunternehmen liegt bei 2,97 auf einer Größenordnung von 1-10 (1 = „keine Herausforderung“ bis 10 = „große Herausforderung“), für Kleinunternehmen bei 2,81 und für Mittelständler bei 2,61. Ein vergleichender Blick zwischen exportgesteuerten und nicht exportgesteuerten Unterneh -men ergibt auch, dass etwa die selben Einflussfaktoren als maßgeblich erachtet werden.

Für Kommerzbanken und andere Finanzplatzteilnehmer, die ihr Kapital auf dem Girokonto der SNB lassen, hat die SNB im Jahr 2014 einen so genannten „negativen Zinssatz“ festgelegt. Damit wird die Attraktivität des Franken und sein Aufwertungsdruck reduziert. Mit einem Zinssatz von 0,25 Prozentpunkten (Dezember 2014) belastete die SNB zunächst die Salden auf ihren Kontokorrentkonten und erhöhte diese im Jänner 2015 auf 0,75 Prozentpunkten.

Parken die Institute oberhalb bestimmter Schwellenwerte bei der SNB, müssen sie dafür zahlen, was die Liquiditätshaltung entsprechend aufwertet. Nicht umsonst zögern die schweizerischen Kreditinstitute bisher (noch), negative Zinssätze an Kleinanleger weiterzugeben. Laut einer vom Meinungsforschungsinstitut GfK durchgeführten Repräsentativumfrage würde jeder vierte schweizerische Kleinsparsame mit negativem Zinssatz für privates Sparen Kredite beziehen und mehr Geld aufbewahren (moneypark. ch, 2016).

Anders als im Privatkundensegment berechnen einige Kreditinstitute bestimmten Unternehmenskunden weiterhin negative Zinssätze. In Anbetracht dieser Entwicklungen untersuchte die Umfrage daher die Folgen der Einführung negativer Zinssätze für die Beziehungen der KMU zu den Kreditbanken. Seit Jänner 2015 müssen rund fünf Prozentpunkte der untersuchten KMU negative Zinszahlungen auf ihre Kontostände und Finanzanlagen leisten, wie aus Schaubild 2 hervorgeht.

Auf die fast 159.000 Betriebe im Zielabschnitt dieser Untersuchung (KMU mit 2-249 FTEs) extrapoliert, mussten bisher rund 8.000 Betriebe negative Zinsen zahlen. Es überrascht nicht, dass mittelständische Betriebe anteilig mehr negative Zinssätze zahlen müssen als Kleinst- und Kleinstunternehmen. Obwohl rund 14 Prozentpunkte der Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern negative Zinssätze zahlen mussten, sind nur vier Prozentpunkte der Kleinstunternehmen von diesen Maßnahmen erfasst.

Interessanterweise wurden die Tessiner Firmen häufiger mit negativen Zinssätzen (10%) beladen als die der Deutschschweiz (5%) oder der Romandie (7%). Zur periodischen Erhebung der Finanzsituation von schweizerischen KMU hat das Bundesamt für Wirtschaft seit 2009 vor dem Hintergund der Finanz- und Wirtschaftskrise drei Erhebungen in Auftrag geben.

Ausgehend von diesen Erhebungen wurden anschliessend Untersuchungen erarbeitet, in denen diverse Fragen zur Finanzsituation und zu Zugangsschwierigkeiten bei Bankdarlehen von schweizerischen KMU geklärt wurden. In einer weiteren Online-Umfrage haben im Jahr 2016 1’922 schweizerische KMU an der Umfrage mitgespielt. Die Ergebnisse sind aufgrund der Probenauswahl und des Gewichtsverfahrens für die schweizerische KMU-Landschaft aussagekräftig.

In Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertreter von Economysuisse, der Unternehmensvereinigung (sgv), Swissbanking, Swissmem, der SNB und dem Finanzsekretariat (SIF) beobachtet das SECO im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft „KMU-Kreditmarkt“ die Entwicklungen der Darlehensversorgung für KMU genau.