Zahlreiche Bausparer können nun handeln und die illegale Kreditgebühr zurückfordern. Wenn die Bank die zu Unrecht gezahlte Kreditbearbeitungsgebühr bezahlt hat, sollte sie das Geld vor Ende dieses Jahres zurückfordern. In der Vergangenheit mussten einige Anbieter dafür eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr zahlen.
Bausparvertrag: Die Abschlusskosten bleiben bestehen!
Die von der Sparkasse Würzburg erhobenen Gebühren werden vom Amtsgericht Heilbronn als gesetzlich erlaubt erachtet (Az.: 6 O 341/08, nicht rechtsverbindlich): die Abschlusskosten für Bausparverträge. Das Verbraucherzentrum NRW, das das Musterverfahren eingeleitet hat, will gegen diese Verfügung Beschwerde und Beschwerde beim OLG Stuttgart einreichen. Die 25 Baufirmen auf dem deutschsprachigen Raum haben aktuell mehr als 30 Mio. abgeschlossen.
Mit rund sieben Mio. Aufträgen ist die Bauparkasse Schwabisch Hall deutschlandweit Branchenführer. In der Regel sind die Studiengebühren erheblich. Beispielsweise müssen bei einem Vertrag von 230.000 Euro die Kosten zwischen 300 und 480 Euro (1 oder 1,6%) liegen. Inzwischen wurden diese Honorare vom Amtsgericht Heilbronn für „rechtlich zulässig“ erklommen. Die Beschwerde war von der Konsumentenzentrale NRW eingereicht worden. Begründung der Verbraucherschützer: Jede Entgeltregelung in den Allgemeinen Bedingungen, mit der das Kreditinstitut versucht, die Kosten für die Erfuellung seiner eigenen Verpflichtungen oder Ausgaben für eigene Zwecke an den Verbraucher weiterzugeben, stellt „einen Verstoß gegen das Gesetz“ dar.
Genauso ist es mit der Abschlussfeier in der Schwäbischen Hall. Wenn der Fonds nämlich das Bausparkassenkonto eröffnet und seinen Umsatz bezahlt, „ist dies kein Service für den Verbraucher, sondern geschieht ausschließlich im wirtschaftlichen Sinne der Bausparkassen“. Aufgrund des exemplarischen Charakters der Aktion der Konsumentenzentrale NRW ist sie für alle bestehenden Bausparverhältnisse von großer Ausprägung.
„Die letzte Rechtsklarheit in dieser Hinsicht wird aber wahrscheinlich erst durch eine Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes erreicht“, sagte Klaus Müller, Mitglied des Vorstandes der Konsumentenzentrale NRW. Müller stellt mit Genugtuung fest, dass „die Bauunternehmen auf ihr Recht verzichtet haben, sich auf die Verjährung von Kundinnen und Verbrauchern zu berufen, die die Schließungsgebühren bis zum Urteil des Obersten Gerichts zurückfordern“. Schon heute sollten Bausparkunden ihre Erstattungsansprüche registrieren, rät die Konsumenteninformation.
Um Bausparern, die ihre Schadensfälle melden wollen, hat die Konsumentenberatungsstelle ein Informationspaket zusammengestellt, das im Netz kostenfrei zum Download zur Verfügung steht. Doch: Hat Gebäudeerhaltung eine Chance? Bereits in den letzten Dekaden hat sich das Bauen als „die“ Geldanlageform in Deutschland durchgesetzt. In den kommenden Jahren stellt sich jedoch die berechtigte Sorge, ob sich das „deutsche Modell“ noch auszahlen wird.
Bauverträge sollen so vielen Menschen wie möglich in Deutschland helfen, neue Wohneinheiten und Häuser zu finden: als Selbstständige. Jeder, der einen Bausparvertrag schließt, wird von der Hausbank auf seine Guthaben verzinst. Besonderer Trick bei bauspartechnischen Verträgen sind jedoch Staatsboni und Boni der Kreditinstitute. Das sind dann 8,8% von dem, was Sie als Gebäudeschoner selbst in den Mietvertrag einbezahlt haben.
512, davon 8,8% Bausparprämien. Zusätzlich zu den Beiträgen bekommen Sie von den Kreditinstituten rund 1,5% Zins und Boni, wenn Sie kein Immobilienkredit für den Kaufvertrag in Anspruch nehmen. Das zahlt sich jedoch in einem nicht aus: Sie bekommen die Prämie nur, wenn Sie sich für mindestens 7 Jahre an den Bausparvertrag gebunden haben.
Das heißt: Der Bausparvertrag wird mit den Festgeldern verglichen. Mit einer solchen langfristigen Perspektive sind Bausparverträge in der Tat zu ineffizient. Alles in allem sind Bausparverträge eine zu niedrige Zinsanlage. Die “ deutschen Modelle “ funktionieren nicht mehr.