um ihre Renten aufzustocken, indem sie ihr Eigentum verpfänden. Aus Anlass der Jubiläums-Hauptversammlung der Senioren für Senioren Möhlin waren wir mit Mitarbeitern vor Ort und halfen beim Dienen. Zahlreiche Banken weigern sich, die Hypotheken für ältere Menschen zu erhöhen.
Sorgfältig bezahlt
Die S. Paare zahlten immer ihre Zinsen rechtzeitig und haben auch ihre Hypothek im Laufe der Jahre gewissenhaft bezahlt. Es wird geschätzt, dass das Gebäude heute einen Gesamtwert von CHF 1,2 Mio. hat und nur mit einer Hypothek von CHF 300’000 belaste. Weil die Renovierung des Dachs schon seit einiger Zeit anhängig ist und sie auch ihr Alterseinkommen durch eine Erhöhung der Hypothek etwas steigern wollen, vereinbaren die beiden einen Gesprächstermin mit ihrer Bank.
Sie haben immer wieder Überschriften wie „Kreditstopp für ältere Banken “ oder „Senioren: Drohender Hausverkauf“ vorgelesen. Für die Renovierung des Gebäudes stehen keine eigenen Mittel zur Verfügung und mit einer jährlichen Rente von CHF 78’000 gibt es kein Einsparpotenzial. Gleiches trifft auf die Pensionäre zu.
Ein Anstieg der Hypothek ist daher aufgrund der bestehenden Direktiven nur geringfügig möglich. Dabei sind nur 25 Prozentpunkte der Immobilie als Sicherheit verpfändet. Bei den übrigen 75 Prozentpunkten handelt es sich um Eigenkapital, das jedoch in der Immobilie fixiert ist. Vor allem für die heute in den Ruhestand gehende Erzeugung war es üblich, regelmäßig und pflichtgemäß Forderungen abzubauen.
Viele Rentner haben heute daher sehr günstige Immobilien zur Verfügung und haben damit einen großen Teil ihres Kapitals zu Hause angelegt. Für größere Investitionsvorhaben wie Dachrenovierung oder Liquiditätsspritze zur Erhaltung des bisherigen Lebensstandards steht kein Kapital zur Verfügung. Für viele Menschen scheint der Kauf eines eigenen Hauses in einer solchen Konstellation unvermeidlich.
Immer mehr Menschen haben es, wie in unserem Beispiel, schwer, von ihrem Alterseinkommen zu leben. In diesem Zusammenhang ist es für Rentner möglich, ihre weitgehend ausgezahlte Hypothek wieder zu steigern. Die Erhöhung der Hypothek ist eine Erweiterung der AHV- und Rentenversicherung und kann monatsweise, vierteljährlich, halbjährlich im Jahr oder sogar einmal im Jahr ausgezahlt werden.
Ab wann ist eine Erhöhung möglich? Ein Anstieg der Hypothek ist nur im hohen Lebensalter möglich, wenn die folgenden Voraussetzungen gegeben sind: Weil Pensionäre die Hypothek aufgrund der unterstellten Erschwinglichkeit (d.h. dem Anteil des jährlichen Einkommens am unterstellten Zins und den Nebenkosten) oft nicht erhöhen, kann eine Hypothek im hohen Lebensalter die üblicherweise auf 35 Prozentpunkte festgesetzte Erschwinglichkeitsgrenze auf bis zu 50 Pro-zent erhöhen.
Darüber hinaus ist eine Aufwertung der Immobilie immer ratsam.