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Wohlstand mit Aktien: Tim Schäfer: Warum es sich auszahlt, Warren Bush zu begreifen, aber nur wenige tun es.
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Der Konflikt in der Ukraine eskalierte: Wer profitiert vom Konflikt im Schwarzmeerraum?
Bis zur Krim hat sich der Disput zwischen der Ukraine und Russland verschärft. Russlands Staatspräsident Wladimir W. Bush könnte von dem beunruhigenden Krieg in Russland lernen. Wie gewohnt reden die Russen von einer “ Herausforderung „, die Ukraine von Beweisen für die russische Angriffe auf ihr Heimatland und eine neue Konfliktphase. In der Kertscher Strasse, der Strasse zwischen dem russischem Mutterland und der okkupierten Krim, hat sich am vergangenen Wochenende der Disput zwischen drei Booten der Ukraine und den russischsprachigen Grenzschutzern zuspitz.
Jetzt beschuldigten die Russen das ukrainische Volk, seine Hoheitsgewässer zu verletzen, während das ukrainische Volk auf dem Völkerrecht bestand – und auf der Feststellung, dass die Wasser vor der Krimküste noch elekrinisch sind. Schließlich stießen die Russen auf ein ukrainisches Raumschiff, und es wurden sogar Widrigkeiten abgefeuert. Sie konfiszierten die russischen Boote und nahmen die Crew fest.
Was auch immer man die Geschehnisse am Sonntag in der Kertscher Meerenge nennt, sie können sich sowohl für den Kremlführer als auch für den Präsidenten der Ukraine Petro Poroshenko in der Innenpolitik als hilfreich erweisen. In der Innenpolitik sind sie von Vorteil. Das letzte Mal im Septembers lassen die Sowjets zwei Flottenschiffe der Ukraine ohne Probleme durch die Kertschstraße zum Berdjansker Yachthafen fahren.
Mehrere zehn russischen Kriegsschiffe sollen sich nun im Inland befinden, und seit einigen Wochen unterbricht Russland die kommerzielle Schifffahrt über die Kertsch-Straße, was zu Verlusten in Millionenhöhe für die Volkswirtschaft im Südosten der Ukraine geführt hat. Es wurde auch an das heimische Zielpublikum gerichtet, nur wenige Tage nach dem fünften Jubiläum des Starts von Euromaidan, das als Putsch in Russland angesehen wird.
Eine Zuspitzung des Konfliktes mit der Ukraine könnte Wladimir Puschin gebrauchen: Seine Umfrageergebnisse haben nach der umstrittenen Pensionsreform nachgelassen. Laut Erhebungen stimmten nur noch 45 Prozentpunkte der russischen Bevölkerung bei einer Präsidentenwahl für ihn, ein verheerendes Resultat für einen autorisierten Machthaber. Mit der Wiederaufnahme der Ukraine auf die Tagesordnung will er anscheinend auf dem nachgelassenen Enthusiasmus vieler russischer Bürger nach der „Rückkehr“ der Hemisphäre zu Russland aufbauen.
Das Öffnen der Milliardenbrücke über die Kertscher Meerenge hatte offenbar keine großen Propagandaeffekte, so dass aus Sicht des Kremls eine neue Auseinandersetzung keinen Nachteil haben kann. Die Putins haben die Mittel, sie zu verschärfen und den Zutritt der Ukrainer zu ihren Azov-Häfen permanent zu blockieren, ohne Angst vor dem Widerstand der kleinen kiewischen Kriegsmarine zu haben.
Doch nicht nur Wladimir Rubin ist besorgt über die Umfrageergebnisse. In der Ukraine sollen am Stichtag 30. Juni 2010 Präsidentenwahlen stattfinden, und die Wahlmöglichkeiten von Präsident Poroschenko werden offenbar geringer. Poroschenko belegt je nach Befragung den zweiten oder dritten Rang, seine große Mitbewerberin Julia Tymoschenko ist Spitzenreiter.
Der Poroschenko nachfolgt? In der Ukraine hat der Wahlturnus zwar formal noch nicht angefangen, aber es gibt kein bedeutenderes innenpolitisches Problem als die Thronfolge von Poroschenko, der aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und eines stockenden Kampfes gegen die Korruption bei den Ukrainern an Boden einbüßt. Sie muss zu Erfolgen wie dem Überlaufen der Moskauer Orthodoxie führen.
Poroshenko bewirbt sich bereits mit Postern mit dem Motto „Armee, Sprachen, Glauben“. Die Ukraine erfährt nach der Besatzung der Krim die erste öffentliche Zuspitzung mit den russischen Bürgern, die im Donbass nicht als solche identifiziert werden. Damit hat Poroshenko eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich wieder einmal als Vorsitzender eines kriegsbedrohten Staates zu präsentieren.
Petro Poroshenko verkündete nun nach einer beschränkten Auseinandersetzung, die zum Glück noch keine Verluste gebracht hat, das Militär. Poroschenko befürchtete damals, dass der IWF die Darlehen der Ukraine kündigen könnte, weil er keine kriegsbedrohten Staaten finanzier. Jetzt hat die Ukraine ein IWF-Darlehen von 4,5 Mrd. USD auf der Tagesordnung, das Poroschenko anscheinend nicht interessiert.
Die Rada soll heute über das von Poroschenko geforderte 60-tägige Militärrecht entscheiden.