Zuerst erhielt er Krankengeld, dann Unfallgeld. Wenn ein Mitarbeiter krankheitsbedingt längere Zeit nicht arbeiten kann, erhält er Krankengeld als Lohnersatz. Es bestand kein Versicherungsverhältnis mit Anspruch auf Krankengeld. Eine beruhigende Antwort darauf gibt es: die Restschuld-Versicherung (RSV). Wenn Sie Krankengeld bekommen, fehlt Ihnen etwa ein Viertel Ihres Nettogehalts.
Restschuld-Versicherung
Inwiefern kann ein Versicherungsereignis im Rahmen einer Restschuld-Versicherung retrospektiv in Anspruch genommen werden? Case: Beim Kauf eines Autos wurde eine Restschuld-Versicherung gegen krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit geschlossen. Die Versicherungsnehmerin wird krank. In den ersten Monaten des Jahres will er die Rate für sein Auto bezahlen, gerät aber immer mehr in wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil er Krankengeld bekommt.
Der Autokäufer stellt jedoch bei der Überprüfung aller seiner Dokumente fest (er konnte sich nicht erinnern), dass im Rahmen des Kaufvertrags eine Restschuld-Versicherung geschlossen wurde. Bis zu diesem Punkt ist er seit 6 Monaten krank und erhält Krankengeld. Jetzt wird die Sache um weitere sechs Monaten verschoben. Er wird darüber informiert, dass die Versicherungsgesellschaft zahlen wird, aber nur für die vergangenen 5 Monaten, obwohl er im September 2006 darüber informiert wurde, dass er seit Jänner 2006 krank war und für diesen Zeitabschnitt seine Versicherungsrechte einfordert.
Wie lange kann ein Versicherungsnehmer rückwirkende Forderungen gegen seine Restschuld-Versicherung geltend machen, falls vorhanden?
Restschuldversicherung: Die Leistungsverpflichtung der Krankenkasse im Falle einer Geisteskrankheit.
Berlin, 11. Januar 2011: Das Landgericht Köln hat in einer kürzlich ergangenen Rechtsprechung die Ausschlussregelung in der Restschuld-Versicherung, die so genannte Psycho-Klausel, im Sinne der Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer knapp zu ihren Gunsten auslegt. Für den Abschluß eines Kreditvertrages bietet die FallMany Bank den Abschluß einer Restschuld-Versicherung an. Beispielsweise kann ein Kreditnehmer im Krankheits- oder Arbeitslosenfall über die Krankenversicherung die noch anfallenden Kreditraten bezahlen.
Dies gilt auch hier: Der Versicherungsnehmer hatte bei Erwerbsunfähigkeit eine Restschuldversicherung mitgenommen. Zwei Jahre später erzählte sie ihrer Krankenkasse, dass der bisherige Tumor und die Behandlung zu Depressionen führten, die sie zur Arbeit zurückhalten. Die Krankenkasse forderte die Auszahlung der Kreditraten.
Der Versicherer verweigerte jegliche Leistungserbringung, weil die Erwerbsunfähigkeit auf eine behandlungsbedürftige Geisteskrankheit zurückging. Das Urteil Das angerufene Schiedsgericht hat die Versicherungsgesellschaft zur Zahlung verurteilt. Erst wenn die Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich auf eine Geisteskrankheit zurÃ??ckzufÃ?hren ist, kann die Krankenkasse die Freiheit von Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Ist die Geisteskrankheit jedoch – wie so oft – auf eine organische Krankheit zurück zu führen, muss die Krankenkasse bezahlen.
Sollte Ihnen die Versicherungsgesellschaft die Vertragsleistung verweigern, gibt Ihnen unsere spezialisierte Anwältin für Versicherungsvertragsrecht, Jana Meister, gerne eine kostenlose erste Einschätzung Ihrer Schadensfälle und Aussichten auf Erfolg.