Fahrzeugkauf finanziert durch ING DiBa. Dies würde ihm im Insolvenzfall ein dingliches Recht einräumen. Gleiches gilt für die krisengeplagte Deutsche Bank und ING-Diba. In der Beratungsbörse der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gelistete Berater oder durch Einreichung eines Gutscheins, um herauszufinden, ob ein Kontokorrentkredit gewünscht wird und wie hoch Ihr durchschnittlicher Leistungsbilanzstand ist.
Platformen verändern das Firmenkundengeschäft
Die meisten Kreditinstitute und Sparbanken haben ihre Digitalisierungsprojekte in den vergangenen Jahren auf das Geschäft mit Privatkunden ausgerichtet. Zur Sicherung ihrer Zukunft müssen Kreditinstitute und Spareinrichtungen die angestrebte Internationalisierung des Unternehmenskundengeschäfts weiterverfolgen. Das Firmenkundengeschäft ist zwar ein wesentliches Segment für deutsche Krankenkassen und Kreditinstitute, die Digitalisierungsaktivitäten der vergangenen Jahre fanden jedoch überwiegend im privaten Kundengeschäft statt.
Wer in der Folgezeit mit der Digitalisierung seiner Kundschaft mithalten will, kann eine tief greifende Digitalisierung seines Unternehmenskundengeschäfts und eine Neuausrichtung im Corporate Banking nicht vermeiden. Plattform-Strategien, wie die Technologieriesen aus dem Ausland beweisen, sind sowohl Modell als auch eine zentrale Investition, um Kundschaft dauerhaft zu erhalten.
Die Möglichkeiten der Automatisierung und Netzwerkbildung haben einige der heute großen Technologiekonzerne frühzeitig erkannt: 1995 wurde der Onlinehändler Amazon gegründet, 1996 die Internetsuchmaschine Google und 1998 der erste Zahlungsdienstleister für Käufe im Intra. Amazon ist nicht nur ein Einzelhändler selbst, sondern vor allem die Anlaufstelle für Mio. Menschen für andere Dienstleister, die ihre Waren über diese Handelsplattform vertreiben können.
Zu den wichtigsten Triebkräften der Automatisierung zählen bis heute die so genannten Groupe Axa, d.h. die Technologie-Giganten Google, Apple, Facebook und Amazon. Es handelt sich dabei um zielgerichtete Maßnahmen auf dem Weg zu einem vollständig digitalisierten System, das die Verbraucher nicht mehr aufgeben müssen. Bei dieser so genannten Plattformwirtschaft handelt es sich um einen echten, disruptiven Wandel, der durch die Automatisierung überhaupt erst ermöglicht wurde:
Das Monopol der Schnittstellen zum Verbraucher durch Internetplattformen, die sich zwischen Lieferant und Abnehmer verschieben und diese Marktstellung durch Kommissionen ausgleichen. Heute ist die digitale Verarbeitung in fast jeder Branche alltäglich. Im Hafenbereich steigert es die Effektivität des Güterverkehrs, in der Agrarwirtschaft erlaubt es die Synchronisation von Prozessen vom Feld bis zur Scheune oder im Handel, zum Beispiel die automatische Produktion von Komponenten.
Im Gegensatz zu den privaten Kunden, bei denen sich der Umbruch in den letzten Jahren vollzogen hat, steht die digitale Gestaltung des Corporate Banking noch am Beginn. Allerdings ist die zunehmende Internationalisierung des Unternehmenskundengeschäfts nach der Digitalrevolution im privaten Kundengeschäft derzeit eines der am häufigsten besprochenen Thematiken. Mitunter ist der Nachholbedarf groß: Insbesondere kleine Firmenkunden verwenden für ihr Finanzierungsmanagement oft noch Analogprozesse oder bedienen sich Browserlösungen für private Kunden.
Sie sind jedoch nicht auf die Anforderungen von Unternehmenskunden abgestimmt. Insbesondere für Firmen, bei denen die digitalen Verfahren seit langem zum eigenen Kerngeschäft gehören, steigt auch die Nachfrage nach einer digitalen Darstellung von Querschnittsprozessen. Dies bedeutet, dass ein Gewerbetreibender oder Händler davon ausgeht, dass es auch für seine Buchführung, Steuererklärung und sein Zahlungsverhalten eine Lösung geben wird.
Ziel der Kreditinstitute ist es, mit den Plattform-Lösungen die Bindung der Kundinnen und Verbraucher zu festigen und die entsprechende Hausbank als zentrale Anlaufstelle für Unternehmenskunden zu positionieren. So besteht beispielsweise die Option, alle Kundenkonten eines Bankkunden über alle Kreditinstitute hinweg in das bankeigene Online-Banking-System zu koppeln und so das Zahlungsmanagement und das Liquiditätscheck im bankinternen Leistungsangebot zu bündeln.
Sowohl Provider wie DATEV oder Luxware als auch Kreditinstitute stellen sich die Fragen, wie sie ihre Abläufe im Unternehmenskundengeschäft vereinheitlichen und dokumentieren können. Darunter fallen nicht nur Spezialanbieter von Lösungen wie Working Capital-Optimierung, Supply Chain-Finanzierung und Kreditvergabe, sondern auch so genannte Neoherrenbanken, die immer mehr in das Stammgeschäft von Kreditinstituten mit Intelligent Business Accounts für Klein- und Geschäftskunden eindringen.
Die Besonderheit der Neochallenger liegt darin, dass sie auch Near-Banking-Dienstleistungen wie Finanzierungen und Forderungsverkauf, Versicherungsdienstleistungen oder Handelsprozesse wie das Rechnungswesen regelmässig einbeziehen. Über Bankenlösungen hinaus sind auch in diesem Bereich reale Treiber für Innovationen. In diesem Zusammenhang können Kreditinstitute nur mittel- bis langfristig für Unternehmenskunden interessant sein und durch den Einsatz einer eigenen Technologieplattform den sofortigen und unkomplizierten Umgang mit ihnen sicherstellen.
Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass die bestehenden Abläufe nicht nur automatisch und vollständig durchlaufen werden. Für die Implementierung eigener Plattformlösungen für Unternehmenskunden ist es wichtig, dass die Kreditinstitute berücksichtigen, inwieweit die eigenen Platformen den heutigen Bedürfnissen und Nutzungsmustern entsprechen: Unternehmenskunden sind unterschiedlich groß und haben daher sehr unterschiedliche Ansprüche.
Zum Beispiel brauchen sie ein unterschiedliches Maß an Geschäftsprozessen, Darlehen usw. Vielmehr muss der Gedanke der Beweglichkeit, der Netzwerkbildung und des Kundennutzens ernst genommen und – zusammen mit den Unternehmenskunden selbst – ein Gespür für die realen, alltäglichen und essentiellen Anforderungen an die Kundschaft entwickelt werden. Denn nur so können die Kreditinstitute eine Lösung bieten, die den Unternehmenskunden das tägliche Geschäft erleichtert.
Dienstleistungen, Lösungsansätze oder Softwarekomponenten sollten daher immer beim Auftraggeber vor Ort erarbeitet werden, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden. Sie haben die Möglichkeit, sich durch ein intelligentes und nutzerzentriertes digitales Angebot vom Markt zu differenzieren. In den Instituten gibt es mit den Produkten DFirm, StarMoney Business, dem Financial Cockpit und der Signaturmappe bereits vier Smart Products, die es den Anwendern erlauben, bestimmte Standard-Prozesse zu beherrschen.
Dies sind zusammen mit einer projektierten Plattform-Lösung eigens für Geschäfts- und Geschäftskunden Grundbausteine, mit denen Unternehmenskunden jeder Größenordnung eine echt vernetzte Lösung geboten werden soll. Darüber hinaus werden Anlaufstellen geboten, um die Kundinnen und Servicekunden mit weiteren Offerten entlang der gesamten Wertschöpfung in den Bereichen Zahlungsverkehr, Finanz- und Rechnungswesen an die Banken zu bindet und ihre regionale Präsenz effektiv zu untermauern.
Abkehr von den klassischen Kreditinstituten von den Anbietern digitaler Plattformen, die als wichtigstes Interface für Unternehmenskunden gelten. Star Finance hat ein umfassendes White Paper zur Automatisierung im Corporate Banking verfasst. Der Star-Finanzblog enthält darüber hinaus eine große Anzahl von Artikeln zum Themenbereich und zur allgemeinen Verbreitung der Technik.